Lombardei: Zwischen Ruhe und Nachtleben
Das Westufer des Lago gilt als die ruhige Seite des Gardasees. Weite Zitruswälder erstrecken sich nördlich von Gargnano, gepflegte Parkanlagen und Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert und wenige Olivenhaine und Weinberge bilden die Landschaft des lombardischen Seestücks zwischen dem eleganten Salò und dem zwischen Bergen eingeengten Limone. Malerische Uferstraßen und schroffe Klippen, die mal steil, mal terrassenförmig zum See abfallen, ausgezeichnete Restaurants und kleine Fischerorte haben die Region bekannt gemacht.
Von einer anderen Seite zeigt sich der Süden des Sees, der ebenfalls zur Lombardei gehört. Desenzano ist größte Stadt am Ufer des Sees und hat ein entsprechendes Angebot. Shopper kommen wegen der Boutiquen und des Antiquitätenmarkts, Nachtmenschen wegen der einst größten Disco ganz Italiens. Aber auch für romantische Sonnenuntergänge ist Desenzano die erste Anlaufstelle. Sirmione, das auf einer Halbinsel liegt, ist bei Tagesausflüglern besonders beliebt. Heiße Quellen und eine malerische Altstadt sorgen für großen Andrang an der Südspitze des Gardasees. Ruhig wird es in Sirmione erst nach Anbruch der Nacht. Dann haben viele Tagesausflügler den kleinen Ort per Schiff verlassen, und auf der Flaniermeile und in den engen Gassen kehrt wieder Stille ein. Dabei gibt es auch in Sirmione eine Reihe familiär geführter Hotels sowie alte Villen, die zu stattlichen Unterkünften umgebaut wurden.
Text: Tanja Haas






















