Trentino: Der sportliche Gardasee
Der Norden des Gardasees ist das Mekka der sportlichen Urlauber. Ein beständiges Lüftchen hält die Surfer und Segler bei Laune, die schroffen Schluchten und wilden Bäche sind beliebt bei Abenteuerlustigen. Wandern, Kayaken, Canyoning, Mountainbiken und Klettern gehören zu den populärsten Aktivitäten in der Trentiner Region des Gardasees. Und Torbole ist das sportliche Zentrum am Lago und zugleich der jüngste Ort am See. Nicht etwa wegen eines Mangels an historischen Sehenswürdigkeiten, sondern wegen der jungen Besucher. Torbole lockt mit seinen idealen Windverhältnissen die meisten Surfer an das Nordufer des Sees. Entsprechend gut ist die Auswahl an günstigen Unterkünften wie Ferienwohnungen und Campingplätzen, sowie an Bars und Pubs mit Livemusik.
Das Publikum in Riva del Garda, dem zweitgrößten Ort am Gardasee, ist etwas älter, aber ebenso sportlich. In dem ehemaligen Habsburgerstädtchen fühlen sich dank des weitläufigen Strands und der breiten Auswahl an Hotels und Ferienhäusern insbesondere junge Familien wohl – neben Österreichs Kaiser haben auch Friedrich Nietzsche, Thomas Mann und Franz Kafka hier schon übernachtet. Arco, das rund fünf Kilometer weiter nördlich liegt, hat ebenfalls eine k.-u.-k.-Vergangenheit. Der Luftkurort wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Wintersitz des österreichischen Monarchen. Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche herrschaftliche Jugendstilvillen und Parkanlagen. Heute ist der Ort ein populärer Ausgangspunkt für Mountainbike- und Klettertouren in die umliegenden Berge.
Noch höher hinaus geht es in Madonna di Campiglio. Der traditionsreiche Skiort ist ein wahres Eldorado für Wintersportler. Mit Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen See, Schlittenfahren, Snowboarden oder Skifahren verbringt dort auch die italienische Prominenz ihren Urlaub.
Text: Tanja Haas


















